Frontansicht und Blick in die Innereien vom «Tubemaniax»
Auch diese knallige Kiste aus den 70ern (sie blendete mich beinahe so stark wie das Mysto-Dysto) möchte für ein Tonstudio gerne wieder zum Leben erweckt werden. Das Overdrive macht keinen Mucks mehr und die LED bleibt dunkel.
4 Schrauben um die Bodenplatte zu lösen und eine für den Batteriedeckel. Mehr brauchts bei LocoBoxen nicht. Dafür sind die frei in die Hartpapier-Leiterplatte eingelöteten Drähte recht brüchig und neigen leider schnell abzureissen.
Wen wunderts, dass das Treterchen keinen Ton mehr von sich gibt – die Speisung hat einen satten Kurzschluss. Die Verpolungsdiode parallel zur Speisung war durchgebrannt... Leider fehlt auf dem Gehäuse die Beschriftung der Polung. Nun habe ich zusätzlich noch eine kräftige Diode an die DC-Buchse gelötet. So passiert dies nicht mehr. Ebenfalls musste die LED dringend wieder mit Heissleim fixiert, die gebrochene DC-Buchse gerettet, sowie einige Drähte neu angelötet werden.
Yet another Tubescreamer – aber ganz und gar kein gewöhnlicher! Mithilfe zweier winzigen grauen Dioden (vermutlich Stacked-Germanium-Dioden) klingt dieser Effekt trotzdem nicht so, wie man es sich von einem Tubescreamer gewöhnt wäre. Eher crèmig angezerrt und absolut unaufdringlich. Trotzdem sehr wohlklingend. Der Toneregler fehlt zwar im Schaltungsdesign, irgendwie vermisse ich ihn aber auch nicht.
Alles in allem eine hippe Rarität, welche es definitive verdient hat, wieder zum Einsatz zu kommen. (Eigentlich mochte ich ihn am liebsten selber behalten ☺)