MXR Blue Box (M103)
Testbericht
Die Blue Box ist das verrückteste Effektgerät von MXR aus den 70ern. Dazu ist es höchst einfach zu bedienen. Offenbar mögen einige Sound-Spinner sowas! Für die damalige Zeit mag die blaue Box bahnbrechend anders gewesen sein.
- Output-Regler für Lautstärke
- Blend-Regler für Mischverhältnis
- rote LED
- Fusstrittschalter
Klang und Tonqualität
Der integrierte Digital-Chip namens CD4013 macht dieses verrückte Gerät aus. Er halbiert die Eingangsfrequenz zu einem Rechtecksignal, das den Sound eine Oktave tiefer macht. Dies kann mit dem Blend-Regler zum Original-Sound dazu gemischt werden. Für mich hörte sich die Blue Box an wie ein altes C64 Spiel oder ein Super Mario Game für DOS. Aus heutigem Stand der Dinge ist dies eine Beleidigung für meine Ohren. Dass der CD4013 nicht mit ganzen Akkorden umgehen kann, ist für mich der Beweis, dass diese Schaltung in der Musik unbrauchbar ist für 99 Prozent aller Anwendungen.
Design und Verarbeitung
Wie alle Effekte von MXR steckt die Blue Box in einem schönen blauen, massiven Gehäuse mit einer einigermassen dauerhaften Lackierung.
Fazit
Dieser grelle 8-Bit-Sound aus der digitalen Vorgeschichte ging mir dermassen schnell auf den Keks, dass ich den Effekt schnellstmöglich an einem Musikerflohmarkt wieder verkaufte. Soll jemand anders daran Spass haben. Zwar toll, dass man Oktaven auf einer Gitarre spielen kann (und zwar zufällig eine Oktave über oder unter dem Original-Ton). Es ist aber unkontrollierbar. Ich fühle mich machtlos, anstelle vom Spasseffekt. Ich denke es gibt genügend bessere, verrückt klingende Effekte! Ebenfalls bessere, polyphone Oktaver! Von MXR gibt es einige neuere Modelle im Angebot… Danke dafür!