TC Electronic Ditto X2 Looper
Testbericht
Einleitung
Zum Jammen im Bandraum habe ich mir diesen Looper zugelegt.
Funktionen
Der kleine Schalter links vom Loop-Level kann benutzt werden um den Loop zu speichern. Bei länger gedrückter Taste wird der gespeicherte Loop gelöscht. Ebenfalls kann der Looplevel eines aufs Pedal kopierte Backingtracks reguliert werden. Dazu den Schalter nach vorne ziehen und gleichzeitig an Regler drehen. Habe ich aber noch nie gebraucht.
Sound
Eigentlich macht er Spass, dieser Looper. Mit dem linken Fusstrittschalter startet und stoppt er. Der rechte Fusstrittschalter löscht alles wieder. Und dies bei einem qualitativ perfektionistischen Sound. Nebst den FX, die ich nicht einsetze, hat er sogar noch eine Undo und Redo Funktion, die durchaus Sinn machen.
Wie du bestimmt bemerkt hast, habe ich vorgängig das Wort «eigentlich» verwendet. Mit Absicht! Denn manchmal scheint das Pedal wie blockiert zu sein und keine Taste reagiert mehr, bis ich entweder die Speisung aus- und einstecke oder Delete drücke. Entweder verstehe ich etwas nicht oder das Ding hat zwischendurch Software-Hänger. Ärgerlich, wenn kein Sound kommt. Gibt es dazu ein Firmwareupdate?
Langes Fazit
Bei der Frequenz an neuen Looper von TC verliert man schnell den Überblick. Mittlerweile sind sie bei der X-ten Generation angekommen. Wenn innert kürzester Zeit und mit jedem neuen Modell plötzlich wieder neue Funktionen hinzukommen, fühlt man sich mit dem gekauften, schon veralteten Looper nicht besser. Dazu gibt es noch bei jeder Generation die einfache, die bessere und die Profivariante (schmal, breit, noch breiter). Die neuste Variante hat offenbar noch ein Display. Macht es alles nicht einfacher bei der Evaluation. In dieser Hinsicht erwarte ich entweder etwas mehr Flexibilität des Loopers oder eine andere, weniger aggressive Marketingstrategie. Könnt ihr bei TC bitte mal ein Gerät entwickeln, welches ein paar Jahre lang hergestellt wird? Dieses Verhalten beobachte ich aber ebenfalls bei anderen Herstellern wie Dunlop (MXR). Offenbar versucht man sich auf diese Art gegen die Schwemme an billigen Effektgeräten aus Fernost zu behaupten. Eine neue Farbe und ein zusätzlicher Umschalter reicht bei mir aber nicht als Rechtfertigung für ein solches Marketinggehabe.
Da ich aber nur jamme mit dem Looper und das Ding nie live nutze, ist es mir egal. Ansonsten würde ich gleich einen Computer dafür verwenden, für maximale Flexibilität.