Steelphon A802
kleiner Testbericht
Einleitung
Macht es Sinn einen ehemaligen Amp eines Kollegen, auf welchem ich gerade mal ein paar Minuten gespielt habe, zu reviewen? Kaum. Längst ist er verkauft und womöglich umgebaut oder verbastelt. Trotzdem finde ich, dass dieser rare Amp etwas Achtung verdient. Wegen dem Sound? Wir werden sehen…
Die Firma Steelphon
Diese Firma wurde anfangs der 60er von Elektroingenieur Mario Ferro in Turin, Italien gegründet. Anfänglich Röhrenverstärker, dann umgestiegen auf Transistoramps. Mit dem Steelphon S900 Synthesizer landete er einen kleinen Hit. Dieses Ding ist genial gemacht mit seinen unzähligen Funktionen!
Schaltungsdesign und Aufbau
Die exakte Schaltung ist mir nicht bekannt. Anhand von der Leiterplatte sieht es nach einer diskreten Schaltung auf einer Phenolharzplatte aus. zwei klassische kleine Leistungstransistoren sitzen in der Endstufe.
Luftig ist er im Innern. Viel Platz hat er. Die Rückseite ist über den Lautsprechern geöffnet und mit Stoff bespannt. Der Amp ist mit einem knallgelben Tolex ausgekleidet. Dies und die abgerundete Panelfront, die abgerundeten Ecken und die spezielle Form der Frontbespannung machen den Amp zu einem kultigen Gerät.
Ausstattung
Zwei Eingänge, ein Bass- ein Treble- und ein Volume-Regler. Mehr Möglichkeiten braucht der A802 nicht. 30 Watt Ausgangsleistung ist für einen Transistor-Amp nicht viel. Ob die Leistung ausreicht für einen kleinen Gig? Eher knapp.
Sound
Da dieser Amp für den universellen Einsatz von Orgeln, Bass und Gitarren gebaut wurde ist der Frequenzgang recht linear. Mit einer Gitarre klingt er fast schon blechern. Die beiden 8-Zoll-Lautsprecher von I.R.E.L tragen dazu bei, dass der Amp trotz grösserem Gehäuse nicht übermässig Bass hat. Die halboffene Rückwand ebenfalls. Die Höhen klingen eher etwas kratzig. Sind das keramische Lautsprecher da drin? Alles in allem ein Amp für Synthesizer oder Keyboards.
Fazit
Toll klingt er nicht. Gut, hat ihn der Kollege verkauft. Schön finde ich den A802 auf seine Art trotzdem.